Eilmeldung – Neuigkeiten zur Bearbeitungsgebühr von Privatkrediten

Privatkredit: Gericht untersagt Bank einmalige Bearbeitungsgebühr

Will man einen Privatkredit abschließen, so kann es einem passieren, dass die Bank von einem ein sogenanntes „einmaliges Bearbeitungsentgelt“ fordert, das sich zudem meist tief im Kleingedruckten verbirgt.

Erneut hat ein Oberlandesgericht diese Bearbeitungsgebühr einer Bank untersagt.

In diesem Fall handelt es sich um ein Urteil des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken. Eine Bank hatte dem Kunden beim Abschluss eines Privatkredits ein „einmaliges Bearbeitungsentgelt“ in Rechnung gestellt und begründete dies damit, dass man schließlich die Vermögensverhältnisse des Kunden prüfen musste, die Vertragsunterlagen erstellen, Beratungsgespräche führen müsse usw.

Die Richter sahen dies jedoch anders: All diese genannten Schritte seien im Interesse der Bank und nicht des Kunden, daher sei die Berechnung solch einer Gebühr nicht gerechtfertigt. Dank solcher Urteile verzichten immer mehr Banken auf entsprechende Vertragsklauseln, jedoch muss man dabei laut Experten immer noch vorsichtig sein, denn stattdessen erhöhen sie gerne einfach die Zinsen.

Rechnungen per E-Mail verschicken – Finanzamt macht immer häufiger Probleme

In letzter Zeit hört man immer mal wieder von Fällen, in denen das Finanzamt bei Betriebsprüfungen Ärger aufgrund von Rechnungen macht, die nur per E-Mail zugesandt wurden.

Daher macht aktuell die Unternehmensberatung Becker von Buch darauf aufmerksam, dass man beim Verschicken von Rechnungen per E-Mail die besonderen Anforderungen des Finanzamts beachten sollte.

Der Fiskus stuft nämlich nur Rechnungen, die per E-Mail kamen, als abzugsfähig ein, wenn sie mit einer elektronischen Signatur versehen wurden.

Meist sind die Ämter hier noch kulant, doch es kann auch schnell passieren, dass es hier Ärger gibt.

Will man auf die elektronische Signatur verzichten, sollte man also zur Rechnung per E-Mail noch einmal das Original per Post verschicken.

Ein Papierausdruck der E-Mail reicht manchmal auch nicht aus.

Für Rechnungen per E-Mail gilt übrigens genauso wie für andere Rechnungen eine Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren. Andere Geschäftsdokumente wie Auftragsbestätigungen müssen sechs Jahre lang aufgehoben werden. Eine Datensicherung ist also wichtig.

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